Heute war mein Tag ganz allein dem Unileben gewidmet. Am Nachmittag hatten Matthias und ich drei Vorlesungen, von denen allerdings eine ausgefallen ist. Diese Pause haben wir genutzt, um teure und schwere Bücher für die Uni zu kaufen. In unserem Stammkaffee waren wir natürlich auch. Und so sieht meine Uni aus...nur noch von der GEIWI zu schlagen...naja. Aber in Italien ist sogar der Kaffee aus dem Uniautomaten ziemlich gut, wenn auch sehr stark. Wie man sieht ist das Wetter hier immer noch strahlend und angenehm warm, auch wenn da die sonnenverwöhnten Römer anderer Meinung sind (Schal, Daunenjacke,...).
Und noch was zu meiner Bachelorarbeit, weil ich so froh darüber bin: Bin auf Seite 14, gleich 15! Ging ziemlich schnell. Der Haken: Habe vom MCI noch nicht wirklich ein OK dafür erhalten. Ich schreibe übrigens zu folgenden Themen jeweils eine Arbeit mit 40 Seiten:
Nummer 1: Gesunde Integration - die Situation von Menschen mit Migrationshintergrund im österreichischen Gesundheitswesen
Nummer 2: Kultursensible Altenhilfe und –pflege. Erhebung von pflegerischer Infrastruktur in Österreich und dem angrenzenden deutschsprachigen Ausland für die Teilpopulation der älteren MigrantInnen
Klingt doch gut, oder? Aber wie gesagt, das MCI hat dem ganzen noch nicht offiziell zugestimmt...
Gestern Abend war ich mich mit einem meiner italienischen Mitbewohner und ca 10 anderen Leuten aus. Der Abend hatte den typisch römischen Ausgeh-Verlauf: Bus suchen, mit dem Bus nach Trastevere fahren, durch Trastevere schlendern, Pizza essen, zur Piazza Navona schlendern, herumstehen, was trinken (in die Bars setzt sich eh niemand, man steht auf dem Platz) und dann mit einem Nachtbus heim fahren. Alles in allem ein sehr schöner Abend. Mit dabei war auch Teresa aus Oberösterreich, die mit mir Marketing macht.
Die Zeit vergeht soooooo schnell hier! Fast wieder eine Woche um! Ich komme übrigens nur deshalb so selten zum bloggen, weil ich an meiner Bachelorarbeit sitze. Bin schon auf Seite 9, wie ich finde eine gute Leistung für eine Woche arbeitet! Hab daneben naürlich auch das Erasmus-Leben genossen! Ich war z.B auf einem Kinoabend in einem Konzertgelände, war sehr schön. Und dann sind fast täglich die typischen Partys, für dies immer eine "warm-up party", dann die Party selber und dann eine After-Party gibt. Das ganz ist ein einziges Sprachengewirr und endet immer damit, den Nachtbus zu finden.
Morgen ist mal wieder ein Strandbesuch geplant und dem Flohmarkt porta portese werde ich, hoffentlich in Begleitung, auch einen Besuch abstatten. Außerdem vergesse ich immer die Kamera...
Gestern habe ich es endlich geschafft, ein paar andere "Erasmusler" außer meinen Mitbewohnern kennen zu lernen. Victorienne, Raphaelle, Pauline aus Frankreich, Bene aus Deutschland und Maria Lena aus Griechenland. Gemeinsam haben wir unseren "Codice Fiscale" (eine Steuernummer, die wir für die Mensa brauchen!!!) abgeholt und die italienische Bürokratie erlebt.Am Nachmittag war ich mit Bene am Strand von Ostia. Endlich mal wieder frische Luft, Sonne, einfach ausspannen. Danach hatte ich dann meine erste Vorlesung, Marketing bei Prof. Bologna. Ich hab echt das Gefühl, alles verstanden zu haben! Sehr beruhigend!
Abends waren wir dann alle bei Raphaelle zum Essen eingeladen, weil gestern ihr Geburtstag war. Das war ein wunderschöner Abend, auch weil sie in einer sehr schönen Wohnung wohnt. Allerdings glaube ich, dass ich mit den Mädels eher französisch als italienisch sprechen werde, macht aber auch nichts. Alle zusammen sprechen wir mal englisch, mal italienisch, mal deutsch und eben oft französisch.
Jetzt ist meine erste Woche in Rom schon fast vorbei und ich fühle mich, als wenn ich schon ewig hier wäre. Ich fühle mich in meiner Wohnung sehr wohl, auskennen tue ich mich auch schon ein bisschen und ich habe sogar schon mit der ersten meiner beiden Bachelorarbeiten angefangen.
Gestern war ich das erste mal auf meiner Uni, der La Sapienza auf der Facolta Economia. Ich war da natürlich gemeinsam mit Matthias. Zuerst waren wir im falschen Büro und nach einiger Sucharbeit haben wir dann das Erasmusbüro gefunden. Eigentlich sollten wir dort nur unsere Ausweise bekommen, was aber daran gescheitert ist, dass der Tacker, mit dem man die Fotos auf die Ausweise tackert leer war und keine Ersatzklammern zu finden waren. Das heißt am Montag wiederkommen.
Noch etwas zu meiner Anreise: Das Flugzeug, mit dem ich von Memmingen nach Rom gekommen bin, hatte eine halbe Stunde Verspätung. Jetzt weiß ich warum: In Griechenland, von wo es hergekommen ist, wollten 14 Passagiere aussteigen, weil ein Triebwerk nicht funktioniert hat.
Ist nochmal gut gegangen!
Was ist das wichtigste an einem Auto in Rom? Ganz sicher die Hupe. Sie ersetzt Vorrangregeln, Ampeln, Fahrspuren, das Blinken, Polizisten, dient zum Vorantreiben von anderen Verkehrsteilnehmern oder um die Aufmerksamkeit von den "belle ragazze" zu erregen.
Aber noch eine "positive" Meldung über das Verkehrschaos in Rom: Gestern wurde ich auf dem Zebrastreifen fast über den Haufen gefahren, der Fahrer wurde sofort von zwei Carabinieri aus dem Verkehr gezogen. Ich fühle mich zumindest sicher hier!
Heute war ein ruhiger Tag: Ich konnte ausschlafen, habe mich mit Pasta und Gemüse eingedeckt und bin dann am Nachmittag mit einer anderen Montafonerin in die Stadt gefahren.
Morgen muss ich aufs Erasmusbüro.
Hier noch ein paar Fotos von meinem Anwesen in Rom, meinen müden Eltern, denen ich sehr dankbar bin, dass sie mit mir nach Rom gekommen sind und dem Ausblick von meinem Balkon aus.
Bin also seit Sonntag Nachmittag in der ewigen Stadt. Die Anreise mit dem Flieger von Memmingen hat echt super geklappt. Soweit so gut.
Dann kam die Wohnung, die in der ich bis Ende Februar 2009 wohnen soll. Auf den ersten Blick das totale Chaos auf den zweiten Blick auch....viel Dreck, herumliegendes Zeug von den Vormietern oder wem auch immer.
ABER: ich habe wirklich sehr nette MitbewohnerInnen (2 Mädchen und 4 Jungs)! Das war ein Lichtblick an diesem Tag, sonst wäre ich wieder gegangen. Die finden auch, dass die Wohnung dringend gereinigt werden muss also haben wir das auch gemacht.
Mit meinen Eltern war ich dann auch noch im IKEA am anderen Ende der Stadt und jetzt sieht mein Zimmer sehr nett und freundlich aber vor allem sauber aus. Bin echt froh, dass ich nicht alleine nach Rom gekommen bin!
Jetzt noch zu den positiven Erlebnissen: Römer sind sehr hilfsbereit. Im Bus wussten wir nicht genau, bei welcher Station wir aussteigen müssen: Zuerst haben sich 3 nette Damen um uns gekümmert und uns beraten, am Ende hat der halbe Bus darüber diskutiert wie wir am besten wo hin kommen. Es reicht ein ratloser Gesichtsausdruck und schon hilft jemand weiter. Außerdem ist das Wetter sehr angenehm und das Essen natürlich seeeeehr gut. Und erst der Kaffee....(sogar der beim IKEA!). Und: Erst 3 Tage in Rom und schon bin ich ein Rotwein-Fan!
Willkommen auf meinem Blog!
Ich werde versuchen, mich regelmäßig darum zu kümmern und würde mich freuen, wenn ihn viele besuchen.
Ich werde dort in einer WG mit sechs MitbewohnerInnen wohnen...eine Herausforderung für mich als Einzelkind :-)

