Heute bot uns die Erasmusorganisation ESN die besondere Gelegenheit einer Papstaudienz. So ganz privat verlief diese Audienz jedoch nicht, denn sie fand in einer riesigen Halle mit tausenden anderen Gästen statt.
Der Papst begann mit einer Predigt über Paulus-Briefe (für Interessierte: 2009 ist das Paulus-Jahr) in verschiedenen Sprachen. Danach folgte die Begrüßung der angemeldeten Besuchergruppen. Diese Gruppen grüßten den Papst teils mit musikalischen Einlagen und teils mit Sprechchören; wir, die Erasmusstudenten haben immerhin geklatscht.
Ein Höhepunkt war sicherlich, als die Gruppe des Circo Medrano aufgerufen wurde. Erst stürmten einige Artisten die Bühne und jonglierten und dann folgte ein kleiner Löwe, dem sogar der Papst nicht widerstehen konnte. Er stand von seinem Stuhl auf und tätschelte dem kleinen Löwen den Kopf, der aber heftig fauchte.
Ein Video davon gibt es hier:
Der Papst nahm aber auch Stellung zu den Vorwürfen, den Holocaust durch die Aufhebung der Exkommunikation eines verstorbenen konservativen Bischofs (Williamson) zu leugnen. Dieser hatte den Holocaust in einem Interview verleugnet. Die Vernichtung der Juden sei "ein Mahnmal gegen jedes Vergessen und Leugnen" hat er dazu gemeint. (Dies hab ich aber orf.at übersetzen lassen. Ich habe während der Audienz leider nicht alles verstanden, was er dazu sagte.)
Das ist übrigens die Krippe, die auf dem Petersplatz unterm Obelisken (immer noch) steht
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